Bamberger Kaliko setzt dank Energie- und Stoffstromrecycling neue Maßstäbe beim Umweltschutz

Durch die technische Umsetzung des Energieeffizienzkonzeptes leistet die Bamberger Kaliko einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und setzt damit neue Maßstäbe: Die Inbetriebnahme einer integrierten Kreislaufführung aller im Produktionsprozess anfallender Energie- und Stoffströme sorgt für deutlich effektiveren Einsatz von Ressourcen. „Eine Investitionssumme von ca. 5 Mio. € bedeutet für ein mittelständisches Unternehmen zwar eine nicht unerhebliche Belastung, jedoch verringert sich der Einsatz an Primärenergie um rund 35 %. Das entspricht einer CO2-Einsparung von jährlich ca. 900 to bzw. einer jährlichen Fahrleistung von 6 Mio. Kilometern mit dem PKW. Damit festigen wir den Anspruch, ökologischer Marktführer in unseren Kernsegmenten zu sein“ berichtet der Geschäftsführer Peter Klenner.

Das bisher größte Projekt der Bamberger Kaliko für den Umweltschutz gliedert sich in drei Teilprojekte.

  • Traditionell zählt die Textilindustrie zum intensivsten Wasserverbraucher aller Industriezweige. Teilprojekt 1 sorgt dafür, dass der größte Anteil des benötigten Prozesswassers im Kreislauf geführt werden kann. Durch den Neubau einer Kläranlage gelingt es, rund 80 % Abwasser einzusparen. Pro Jahr werden dadurch ca. 80 Mio. Liter Frischwasser weniger verwendet. Weitere Optimierungsmaßnahmen werden mittelfristig weitere 20 % Abwasser einsparen.
  • Teilprojekt 2 hatte zum Ziel, durch Wärmerückgewinnung den Gas- und Stromverbrauch zu reduzieren. Neben den auch in Privathaushalten gebräuchlichen Wärmetauschern kommt hier zusätzlich der Speicherung von zurückgewonnener Energie große Bedeutung zu. Die Akkumulierung erfolgt in einem Energieschichtenspeicher der dafür sorgt, dass die Energie zum erforderlichen Zeitpunkt wieder zur Verfügung steht. Durch die Maßnahme wird der Gasverbrauch um gute 20 % reduziert.
  • Teilprojekt 3 ist der eigentliche Clou der Kreislaufführung. In einem Biomasseheizkraftwerk wird der Energieinhalt aller zu entsorgenden Stoffe genutzt, man spricht hier von thermischer Verwertung. Die sogenannten „Ersatzbrennstoffe“ bestehen überwiegend aus Textil- und Verpackungsresten oder dem aus der Kläranlage anfallenden Klärschlamm. Übrig bleibt knapp 9 Gewichtsprozent Asche, die ebenfalls industriell wiederverwertet werden kann, z. B. als Zementadditiv. Eingespart werden hier in etwa 3.425.000 kW/h pro Jahr; das entspricht 3.500 to CO2.

„Die Chancen sind hoch, dass das Kreislaufsystem zur best verfügbaren Technik erklärt wird und sich andere Firmen an diesem Standard messen lassen müssen“ referiert der verantwortliche Produktionsleiter Klaus Füßmann. Damit ist die Bamberger Kaliko auf einem guten Weg zu einem Niedrig-Emissionsbetrieb.

| Montag, 12. September 2011 |

 

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